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Was passiert bei einer Schwangerschaft? Sehr intensiv ist in den vergangenen Jahren der Einfluß einer Schwangerschaft auf den Verlauf einer MS untersucht worden. Denn viele Frauen sind noch im
gebährfähigen Alter, wenn sie erkranken, und stellen sich die Frage:
Was passiert, wenn ich schwanger werde?
Schon seit langem wird angenommen, daß es während einer Schwangerschaft Faktoren gibt, die womöglich den Krankheitsverlauf
beeinflussen. Nach Angaben der Privatdozenten Dr. Peter Rieckmann und Dr. Ralf Gold aus Würzburg besteht heute der Konsens, daß während der Schwangerschaft die Schubrate niedriger ist als bei nichtschwangeren
Kontroll-Patientinnen. Dies ist vor allem im letzten Trimenon der Fall, wenn die hormonellen Einflüsse besonders stark sind. Es gibt zum Beispiel immunologische Untersuchungen, daß die schützenden T2-Helferzellen
während der Schwangerschaft besonders aktiv sind Das Ausmaß der Schubreduktion liegt zwischen 30 und 50 Prozent. Erst nach der Entbindung steige die Schubrate an, so die MS-Experten. Das Rückfall-Risiko liege
dann zwei- bis dreimal höher als bei gesunden Frauen. Stärke und Folgen lassen sich dabei nicht vorhersagen. Diese Befunde sind auch in der PRISMS-Studie mit 265 schwangeren MS-Patientinnen belegt worden.
Eine Peridualanästhesie oder die Dauer des Stillens hatte dabei keinen Einfluß auf die Schubrate. Auch langfristig ist nach bisherigen Daten davon auszugehen, daß weder eine Schwangerschaft den MS-Verlauf
noch die Erkrankung die Schwangerschaft negativ beeinflußt. Es gibt Studien, die über eine Zeit von 25 Jahren sogar einen positiven Effekt einer Schwangerschaft nachgewiesen haben, vor allem in Bezug auf den
Übergang vom schubförmigen in einen chronisch progredienten Verlauf. Prinzipiell sind sich MS-Experten einig, daß Schwangere mit MS gynäkologisch nicht anders zu betreuen und bei der Geburtshilfe zu versorgen sind
als Gesunde. Auch die Komplikationsrate - etwa für einen Spontanabort oder fetale Mißbildungen - ist bei MS-Patientinnen nicht erhöht. (run) Gefunden unter: http://www.aerztezeitung.de/AKADEMIE/147a/start.htm
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Multiple Sklerose: Schwangerschaft
Vermehrt Rückfälle nach Schwangerschaft Lyons. Bei Frauen mit
Multipler Sklerose (MS) verlangsamt sich die Progression der Krankheit in der Schwangerschaft: Im dritten Trimenon haben werdende Mütter 70 Prozent weniger Schübe als im Jahr zuvor. Nach der Geburt kommt es dann
aber in gleichem Maße zu einer Beschleunigung: Rückfälle sind dann um 70 Prozent häufiger als vor der Schwangerschaft. Damit bleibt der Verlauf der Autoimmunerkrankung insgesamt unbeeinflusst. Das belegen die
Ergebnisse einer Studie mit über 250 Frauen aus zwölf europäischen Ländern.
Ärzte wussten schon lange, dass eine Schwangerschaft den Verlauf der Multiplen Sklerose wie auch anderer Autoimmunkrankheiten
beeinflusst. Bisher waren die Studien zum Thema Schwangerschaft und MS aber klein und ohne einheitliches Ergebnis. In einer großangelegten prospektiven Studie sollte jetzt der Einfluss von Schwangerschaft,
Epiduralanalgesie und Stillzeit auf den Verlauf der Autoimmunerkrankung geklärt werden. Dr. Christian Confavreux aus Lyons und Neurologen aus zwölf europäischen Ländern beobachteten 254 Frauen mit MS in einem
33monatigen Zeitraum vor, während und nach der Schwangerschaft.
Es ergab sich, dass die Häufigkeit der Schübe im Laufe der Schwangerschaft sinkt: Im Jahr vor der Gravidität war die durchschnittliche Schubrate
0,7 pro Frau und Jahr, im ersten Trimenon lag sie bei 0,5, im zweiten bei 0,6. Im dritten Trimenon sank die Rate dann auf 0,2 Schübe pro Frau und Jahr und stieg dann in den ersten drei Monaten nach Geburt auf 1,2 an.
Anschließend wurden ähnliche Werte wie vor der Schwangerschaft erreicht. Eine Epiduralanästhesie hatte keinen Einfluss auf die Schubhäufigkeit, allerdings hatten stillende Mütter niedrigere Schubraten als
diejenigen, die ihr Kind mit der Flasche fütterten. Das Stillen hat aber keinen Einfluss auf das Fortschreiten der Krankheit (NEJM 339, 1998, 285).
Die selteneren Schübe von MS in der Gravidität sind den
Wissenschaftlern zufolge vermutlich auf Veränderungen des Immunsystems zurückzuführen: In der Schwangerschaft findet eine Verschiebung von der T-Zell-Immunität hin zur humoralen B-Zell-Immunität statt, dadurch
werden die T-Zell-vermittelten Autoimmunprozesse der MS gedämpft.
"Man muss Frauen mit MS allerdings warnen, dass sie aufgrund des hohen Rückfall-Risikos nach der Entbindung möglicherweise nicht
ausreichend für ihr Kind sorgen können", sagt Dr. John Whittaker aus Birmingham in seinem Editorial zu der Studie. Deshalb sollte man seiner Ansicht nach auf jeden Fall direkt nach der Geburt eine Therapie, zum
Beispiel mit Interferon, beginnen. Quelle: www.ms-gateway.de
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Schwangerschaft Schade ich mir oder dem Kind, wenn ich schwanger werde?
Zu dem
Aspekt der Schwangerschaft und Geburt treten immer wieder Fragen auf. Das liegt daran, daß die meisten betroffenen Frauen sich in einem Alter befinden, in dem normalerweise ein Kinderwunsch verwirklicht wird.
Kann Frauen zu einer Schwangerschaft geraten werden? Oder sind durch eine Schwangerschaft bei Mutter und / oder Kind
schwere Folgen zu erwarten? Schwangerschaft wirkt sich nicht generell verschlechternd aus. Frauen mit Multipler Sklerose
geht es in der Schwangerschaft häufig sehr gut, obwohl durch die Belastung eigentlich mit einem verstärkten Auftreten von Schüben zu rechnen wäre. Das ist aber in der Regel nicht der Fall. Bei den meisten Frauen
entwickelt sich die Multiple Sklerose während der Schwangerschaft nicht anders, als das ohne Schwangerschaft der Fall wäre. Individuellen ärztlichen Rat einholen. Allerdings muß möglicherweise kurz vor
und nach der Geburt mit einer vermehrten Zahl der Schübe gerechnet werden. Es gibt keinen Grund, generell von einer Schwangerschaft abzuraten. Dennoch sollten an Multipler Sklerose erkrankte Frauen sich vor einer
Schwangerschaft mit ihrem Arzt beraten und so eine individuelle Entscheidung treffen, die sich an den körperlichen, psychischen und sozialen Bedingungen der Betroffenen orientiert. Vererbung Multiple Sklerose ist keine Erbkrankheit. Multiple
Sklerose kann familiär gehäuft auftreten. Eine Erbkrankheit, bei der der Ausbruch der Erkrankung als zwangsläufige Folge angesehen werden muß, ist Multiple Sklerose jedoch nicht. Allerdings steigt das Risiko einer
Erkrankung um ungefähr das 15-fache an, wenn in der nächsten Verwandtschaft ein Krankheitsfall vorkommt. Aber selbst dann ist das Risiko mit 1-2 Prozent immer noch als eher gering anzusehen. Für die Annahme, daß
Multiple Sklerose ansteckend sein könnte, gibt es keinerlei Beweise.
http://www.medizinfo.com/kopfundseele/multiplesklerose/msursachen.htm#schwanger
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Darf ich schwanger werden und Kinder bekommen, wenn ich an MS
erkrankt bin?
Es gibt keine medizinischen Gründe, die gegen eine Schwangerschaft sprechen. In der Schwangerschaft ist eher eine
Beruhigung der Erkrankung zu erwarten, im ersten Jahr nach der Geburt kann es wieder zu einem Aufflackern der Krankheit kommen. Diese Verschlechterungen sind aber meist ähnlich gut behandelbar wie sonstige
Krankheitsschübe. Eine Verzögerung des Geburtsvorganges ist nur bei relevanter körperlicher Behinderung zu erwarten. Die Multiple Sklerose ist keine Erbkrankheit. Bei Kinderwunsch sollten Sie auch die
längerfristige Prognose der Krankheit berücksichtigen, da ja im Lauf der Jahrzehnte vermehrte neurologische Behinderungen möglich sind. Außerdem müssen Sie wissen, dass während der Schwangerschaft die meisten
Therapien abgesetzt werden sollen, da man derzeit noch nicht weiß, ob sie eventuell Fehlbildungen beim Kind auslösen können. Quelle: Autor: Univ.-Prof. Dr. K. Vass, Universitätsklinik für Neurologie, Wien http://www.ms-ges.or.at/medizinisches_fua.html
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MS durch Hormone und Schwangerschaft
In Fachinformationen von Östrogen-Gestagen-Kombinationen sowie in der Roten Liste 1998 wird auf „sorgfältige Überwachung“ bei Multipler Sklerose (MS)
hingewiesen. Die wissenschaftliche Basis für diese einschränkende Formulierung ist mager. Abgesehen von Kasuistiken finden wir hierzu lediglich eine retrospektive1 und eine prospektive2 epidemiologische Studie.
In beiden ergibt sich kein Zusammenhang zwischen Medikamenteneinnahme und Auslösung einer MS bzw. Zunahme der Krankheitsschwere. Jüngere Anwenderinnen scheinen sogar eine geringere Progression aufzuweisen. Auch eine
kürzlich veröffentlichte Fall-Kontroll-Studie zum Einfluss einer Schwangerschaft auf MS bleibt ohne negatives Ergebnis:3 Während der Schwangerschaft, besonders des letzten Drittels, verringert sich die Schubrate.
Sie steigt aber in den ersten drei Monaten nach der Entbindung wieder an. Für den gesamten Jahreszeitraum unterscheidet sich die Schubrate nicht von der vor Schwangerschaftsbeginn. Unter Berücksichtigung üblicher
individueller Risikofaktoren und krankheitsbedingter Umstände scheint es zur Zeit keine wissenschaftliche Begründung dafür zu geben, Frauen mit Multipler Sklerose von der hormonellen Empfängnisverhütung abzuraten, arzneitelegramm http://www.arznei-telegramm.de/register/9902026.pdf
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Können Frauen trotz MS Kinder bekommen?
Es gibt keine Hinweise, dass sich eine Schwangerschaft negativ auf MS auswirkt. Es scheint sogar möglich, dass der Krankheitsverlauf während einer
Schwangerschaft positiv beeinflusst wird. Häufig sinkt die Schubrate. Schwangerschaft und Geburt sind in der Regel komplikationslos. http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,2022281,FF.html
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Lichtblick Schwangerschaft
KÖLN, 3. Februar (MedCon} - Es ist lange her, dass Erin Musser sich frei bewegen konnte. Hinter ihr lag ein Leben in dem Stöcke, Krücken und Rollstühle zu ihren
ständigen Begleitern gehörten. Doch diese Zeit verblasste in den Monaten, in denen das Baby in ihr wuchs, mehr und mehr. Während bei den meisten Frauen die Lust auf Aktivitäten in der Schwangerschaft eher
abnimmt, passierte bei Erin genau das Gegenteil. Die Amerikanerin hat MS. Für Erin wie für viele andere MS-Patientinnen brachte die Schwangerschaft neben der Vorfreude auf das Kind noch einen weiteren
Lichtblick mit sich: den Aufschub der Krankheitssymptome. Hintergrund: Um eine Abstoßung des Embryos zu verhindern, passt sich das weibliche Immunsystem an eine Schwangerschaft an. Eben diese Umstellung sorgt bei
vielen Betroffenen dafür, dass die Begleiterscheinungen des Leidens nachlassen. Ein Sachverhalt, der von der Forschung momentan untersucht wird. Derzeit testet man in Kalifornien die Wirkung von niedrigdosierten
Östrogengaben auf Patientinnen. Erin wurde 1998 mit der Diagnose chronisch progressive MS konfrontiert. Als sich ihr Zustand verschlimmerte, musste die Powerfrau ihre Karriere aufgeben. Doch sie wollte weiter
aktiv am Leben teilnehmen. Auch später, im Rollstuhl. Gemeinsam mit ihrem Mann entschied sie sich zur Elternschaft. Drei Monate danach kam die frohe Nachricht - und Erin fühlte sich so gut wie schon lange
nicht mehr. Sie brauchte keine Stöcke mehr, konnte ihre Blase besser kontrollieren, und auch die Müdigkeit ließ nach. Zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren bummelte sie mit ihrem Hund durch die Nachbarschaft und
unternahm lange Spaziergänge. Dann kam Alexander Yovan zur Welt. Nach der Geburt wurde die junge Mutter intravenös mit Immunglobulin behandelt. Eine Therapie, die zurzeit fortgesetzt wird. Auf diese Weise hofft
man, die Folgen der Umstellung auf den normalen Hormonhaushalt abschwächen zu können. Quelle: The Seattle Times www.mult-sclerosis.org
© 2003 MedCon Health Contents AG http://www.leben-mit-ms.de/ms/template/patienten%2Cnews%2Cthemen_one.jsp/topic/614/it em/39086/m/s
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Kann ich Kinder haben?
KÖLN, 18. Februar (MedCon) - Kinder gehören für viele Menschen zu einem erfüllten Leben. Glücklicherweise gilt für Männer wie für Frauen:
Allein die Tatsache, MS-krank zu sein, bedeute kein Hindernis für die Erfüllung des Kinderwunsches, betont die "multiple sclerosis international federation". Natürlich sorgen sich viele
Paare, dass ihre Kinder ebenfalls MS bekommen könnten. Die Ergebnisse von Familienuntersuchungen zeigen, dass das Risiko, an MS zu erkranken, bei Kindern, deren Vater oder Mutter an MS erkrankt ist,
zwischen drei bis fünf Prozent liegt - je nachdem, wie viele andere Familienmitglieder an MS erkrankt sind. Die Schubrate scheint während der Schwangerschaft sogar etwas geringer zu sein, während sie
in den ersten sechs bis zwölf Monaten nach der Geburt leicht ansteigt. Es gibt keine Hinweise dafür, dass die MS die Fruchtbarkeit beeinflusst oder das Risiko für Fehlgeburten, Missbildungen oder
Frühgeburten erhöht. Künftige Eltern sollten ihren Kinderwunsch deshalb frühzeitig und eingehend mit ihrem Arzt besprechen - gerade auch im Hinblick auf einen möglicherweise schädigenden Einfluss der
Medikamente auf das ungeborene Kind. Wer sich mit einem Kinderwunsch trägt, sollte sich allerdings über die langfristigen Konsequenzen Gedanken machen. Wie stark behindert die Krankheit den Alltag,
womit ist künftig zu rechnen? Dabei sollte erwogen werden, inwieweit Partner, Familie und Freunde die Kinder mitversorgen sowie auch sonst Unterstützung leisten können beziehungsweise wollen. Nicht
zuletzt spielen natürlich auch finanzielle Erwägungen eine Rolle. Die Entscheidung, Eltern zu werden, sollte sich vor allem am Wunsch orientieren, eine Familie zu haben, und wenn die MS auch einige
zusätzliche Überlegungen erfordert, sollte sie doch kein Hinderungsgrund dafür sein. Quelle: www.msif.org
© 2003 MedCon Health Contents AG
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